Oktober 99

Die Temperaturen gemessen um 12:00 Uhr
 

bis Heute 24.10.99

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10



Gib einem Menschen einen Fisch und er wird satt. Lehre ihn fischen und er ist sein Leben lang satt!
Zitat: Klaus Dieter Wege, Vorsitzender des Hamburger Angelsport Verbandes



Buxtehude, 14.10.1999

Das war es,

die Saison ist vorbei!

Da ich immer noch der Ansicht bin, unsere Äschen sollten geschont werden, wird die Ober-Este mich in diesem Jahr, zumindest nicht mehr "bewaffnet" sehen .
Ich bin sehr zufrieden mit dieser Saison, einige Meerforellen, recht ordentlich Bach-, verhältnismäßig wenig Regenbogen, und gut zwei Dutzend Äschen. Nein keine Äsche-Müllerin, obwohl die "Beste" mit 37 mich schon kurz überlegen ließ.
Der heutige "letzte Tag" galt
Natürlich noch einmal den Meerforellen, 9er Rute- Sinking-Tip und Mikey Finn als Tube.
Natürlich fing es an zu regnen, Wind aus Nordwest kam auf, und mein Lieblings-Kolg war reichlich mit Laub gesegnet.
Natürlich hatte ich keinen Biß, aber dafür einen kapitalen Hänger. Er nahm mir das komplette Vorfach einschließlich des Loops.
Selbst meinem Freund den Eisvogel sah ich heute nicht, ich hörte nur in der Ferne einige Reiher schreien. Da habe ich mich ganz ruhig ans Ufer der Este gesetzt, und noch einmal die Natur genossen.
Ich war ganz alleine, kein anderer Fischer, keine Boote, selbst das Vieh, das dort sonst immer auf der Weide steht war nicht mehr da.
Es war schön.

Ich war dieses Jahr bis jetzt 142 mal zum Fischen, davon 123 mal mit der Fliege, totgeschlagen habe ich dabei 36 Barsche und eine Meerforelle siehe auch "August 1999" Heute Abend habe ich meiner Frau, zum Abschluß der Saison, einen Blumenstrauß mitgebracht, denn für 431 Stunden angeln und wahrscheinlich noch mal die gleiche Stundenzahl zum Fliegenbinden braucht man schon einen sehr toleranten Partner.
Natürlich werde ich dieses Jahr noch einige male fischen , auch mit der Fliege. Auf Hecht - einen Zander hatte ich auch noch nicht, aber

"die Saison ist vorbei !"


Viel Taktik um den Mühlenteich

Thiemanns Druck auf den Landkreis

Buxtehude (lb). Soll der Mühlenteich von der Este abgetrennt werden? Diesen Vorschlag hatte Stadtwerke-Direktor Hans Thiemann zur Bekämpfung der regelmäßigen Versandung des Gewässers gemacht. Am Donnerstagabend war er Gast bei einer Mitgliederversammlung der Buxtehuder SPD zur Zukunft des Teiches -und enthüllte die Forderung von der Abtrennung des Mühlenteiches als reine Taktik.
Neben Thiemann waren Vertreter verschiedener Interessengruppen erschienen, Bernd Ritscher, Vorsitzender des Modellbauclubs Buxtehude, unterstrich die Bedeutung des Mühlenteiches für seinen Verein: "Das einzige Gewässer, auf dem wir unsere Modelle fahren lassen können." Mit Nachdruck sprachen sich Gernot Paul vom Buxtehuder Kanu-Verein und Wolfgang Godehard, Vorsitzender des Angelclubs "Scheebeb Wind", ebenfalls für den Erhalt des Teiches aus. Der war auch bei Thiemann nicht strittig. Aber "Fakt ist, dass der Mühlenteich voller Sand ist." Die entscheidende Frage lautet, wer für die Kosten der Ausbaggerung aufkomme- die Stadt oder der Unterhaltungsverband Este. Vor kurzem hatte der Landkreis entschieden, das der Verband nur für die Räumung des Flusses vom Schwemm-Sand verantwortlich sei. Diese Arbeiten sind in der Este am Rande des Mühlenteiches seit gestern im Gange. Thiemann: "Der Landkreis argumentiert, dass laut Gesetz der Verband für den geordneten Abfluss der Este zuständig ist." Dies beziehe sich nur auf das Flussbett, nicht den Mühlenteich.
Ausbaggerung würde viel kosten
Hier nun setzt Thiemanns Strategie an: Die Forderung zur Abtrennung des Teiches von der Este habe er aus taktischen Gründen gemacht, um den Landkreis zu einer Entscheidung zu bringen. "Wird ein entsprechender Damm genehmigt, haben wir eine große Wasserfläche, die nicht versanden kann", erklärte Thiemann. Seiner Meinung nach eine Lösung, mit der die betroffenen Vereine leben könnten. Mit einer Zustimmung des Landkreises zum Dammbau rechnet er aber gar nicht. Dadurch würde mehr Sand in die untere Este gespült, dessen Ausbaggerung den Unterhaltungsverband mehr kosten würde als die Räumung des Mühlenteiches. Thiemanns Erwartung: "Der Landkreis wird entgegnen, dass der Teich als Sandfang für die Este gebraucht wird." Damit aber, so Thiemann, wäre vom Landkreis anerkannt, dass der Mühlenteich der Este diene. "Dann muss der Landkreis seine Position zurücknehmen und der Verband ausbaggern." "Der Mühlenteich bleibt als naturnaher Raum erhalten", bilanzierte Bürgermeister Rudolf Näthhorn am Ende. Zerstören wolle ihn keiner, das sei sicher.
Aus Buxtehuder Zeitung 09.10.99

Es wird gebaggert!

Ich habe mir die "Baggerei" einmal angesehen! Es ist traurig! Ein Bagger versucht vom Ufer aus eine "Fahrrinne" auszuheben, und das auch nur an dem Stück des Mühlenteiches, das leicht zugänglich ist. Es wird wohl wie in den letzten Jahren daraufhin hinauslaufen, das ein Loch gebuddelt wird, ca. 20 mal 3 Meter in Fließrichtung des Teiches. Das war es dann. 90 % des Mühlenteiches sind mittlerweile verlandet, zum Teil sogar schon bewachsen . Hinter dem "neuen Loch" ist das Wasser vielleicht eine Handbreit tief. Selbst wenn es im Frühjahr zu einem Vollstau des Teiches kommt, wird das Wasser dort nur 10 bis 15 cm tief sein.
Arme Meerforellen, arme Fischer!