März 2018

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Jede Partei ist für das Volk da und nicht für sich selbst.
Konrad Adenauer




Bin Fischen!

Das stand hier sonst immer.


Dieses Jahr wird es wohl nichts mehr werden mit dem Angeln!

Stattdessen fotografiere ich Seifenblasen...

..ganz schön aufregend, wenn sie zusammenfallen.

Hier noch ein bisschen aufgehübscht!



Damit Tiere, Spaziergänger, Fahradfahrer und hin und wieder auch mal ein Angler die Este queeren können wurde die Brücke oberhalb Heimbruch ertüchtigt.


Bei eisigen Temperaturen unter -10°C mit starkem Ostwind verstärkten
Walter, Günter und Alex vom Verein Frühauf Hamburg die marode Wiesenbrücke....

... mit einer Bohlenlage.

Als Kalle zum Fotografieren kam...

waren sie schon beim Aufwärmen mit frisch gebrühtem Kaffee.



Etwas sehr Erfreuliches!

Mir wurde berichtet:



"Sie sind wieder da."




Aus vom 01.03.2018

Artikel & Foto: Björn Vasel

Naturschützer schlagen Alarm: Weidbek-Schleuse verstopft

Von Björn Vasel

BUXTEHUDE. Die alte Weidbek-Schleuse zwischen Buxtehude und Moorende ist wieder verstopft: Deshalb schlagen der Wasser- und Bodenverband Buxtehude-Rübke, die Angler- und Naturschutzgemeinschaft Nord-Niedersachsen und der ASV „Scheeben Wind“ jetzt Alarm.

Fischpopulation und Entwässerung der landwirtschaftlichen Flächen und Teile der Stadt seien in Gefahr. „Wir sind der Auffassung, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg den Bereich vor dem Weidbek-Siel ausbaggern muss“, betont Verbandsvorsteher Horst Subei vom Wasser- und Bodenverband Buxtehude-Rübke. Der Bereich vor dem Siel sei vollkommen verschlickt. Das sei eine Folge der Elbvertiefung von 1998, ist Karl-Heinz Bahns von der Angler- und Naturschutzgemeinschaft Nord-Niedersachsen überzeugt. Er kritisiert, dass der Bund die Sorgen der Naturschützer seit Jahren nicht ernst nehme, bereits 2008 hätten sie mit einer Einwendung im Zuge des Planfeststellungsverfahrens für die Fahrrinnenanpassung erneut vor den negativen Folgen gewarnt.

Schließlich sei die Weidbek eine der letzten Wandermöglichkeiten für Fische, Rundmäuler und andere Wasserlebewesen von einem Tidegewässer (Este) in das hinter dem Deich liegende Moor- und Marschgebiet. „Zum Laichen ziehen Fische wie Brachse aus Elbe und Este in das Gewässer, es ist von einer hohen ökologischer Bedeutung“, sagt der Gewässerwart des ASV Scheeben Wind, Martin Frerichs. Aber auch Aale, Weißfische und Meerforellen lieben die Weidbek.

Buxtehuder Stadtgebiet wird über Weidbek-Siel entwässert

Über das alte Weidbek-Siel werden nicht nur die landwirtschaftlichen Flächen im Moor entwässert, sondern – über den Stadtgraben und den Harzmoorkanal – auch große Teil des Buxtehuder Stadtgebietes, ergänzt Verbandsvorsteher Horst Subei.

Was ist nun das Problem? Die Schlickablagerungen verhindern, dass die hölzernen Flügel des Stemmtors sich bei ablaufendem Wasser komplett öffnen, Fische können in dieser Niedrigwasser-Phase die Schlickbarriere nicht überwinden. Damit ist ihnen der Zugang zu ihrem Laichgewässer versperrt. Kurzum: Für Horst Subei steht die Sicherstellung des geregelten Abflusses im Vordergrund, für die Angler die Lockströmung – durch ein weit geöffnetes Stemmtor. Und das funktioniert nach dem Freiflut-Prinzip. Das Siel lässt sich nur in Richtung Este öffnen. Wenn bei Niedrigwasser der Wasserstand in der Weidbek höher als in der Este ist, drückt das Wasser die Sieltore auf. Steigt bei auflaufendem Wasser in der Este das Wasser höher als in der Weidbek, drückt es die Tore wieder zu. „Moderne Schöpfwerke lassen einen solchen hindernisfreien Wechsel für Fische nicht mehr zu. Im Kreis Stade funktioniert neben dem Weidbek-Siel nur noch ein Siel bei Freiburg“, erklärt Karl-Heinz Bahns. Weiterer Vorteil: Wenn es funktioniert, müssten die Pumpen im Schöpfwerk Moorende nicht so lange laufen.

Eine Ausbaggerung des Bereichs wäre, so Frerichs, letztlich auch im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie (Stichwort: aquatische Durchgängigkeit). Hinzu komme, dass die Gewässer zum Naturschutzgebiet „Moore bei Buxtehude“ gehören. Es gelte, die Erreichbarkeit der Kinderstube der Wanderfische an der Este zu sichern. Eine Freispülung des Bereichs wie 2015, seinerzeit vom Wasser- und Bodenverband selbst bezahlt, sei nicht sinnvoll, der verschlickte Bereich vor dem Siel müsse „komplett“ ausgebaggert werden. Sie bedauern, dass der Bund diesen Bereich 2016/2017 bei der Tieferlegung des Hafens und eines 600 Meter langen Abschnitts unterhalb nicht mitausgebaggert hat. „Für mich gilt das Verursacherprinzip“, sagt Subei.

Bund gibt Schwarzen Peter zurück

Für Caroline Feldmann vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg ist die Schlickbarriere kein Grund, die Bagger wieder in Marsch zu setzen. Schließlich liege das Außentief „außerhalb der Bundeswasserstraße“. Damit gibt der Bund den ‚Schwarzen Peter‘ zurück an den Unterhaltungsverband und den Wasser- und Bodenverband, diese sind für die Gewässer zweiter und dritter Ordnung zuständig. WSA-Leiter Detlef Wittmüß vertritt bekanntermaßen die Rechtsauffassung, dass selbst im Bereich der Bundeswasserstraße keine Verpflichtung bestehe, diese auszubaggern. Schließlich gebe es keinen wirtschaftlich bedeutenden gewerblichen oder touristischen Schiffsverkehr. Der Wasserabfluss der Este sei gesichert, die Schifffahrt müsse sich laut Bundeswasserstraßengesetz dem Zustand anpassen. Im Planfeststellungsverfahren zur Elbvertiefung wurde beim Thema Verschlickung eine ausbaubedingte Verschlechterung der Fahrrinne der Este bestritten.

Verbandsvorsteher Subei und die Angler wollen jetzt über Stadt und Landkreis politisch Druck machen. Es könne nicht angehen, dass sich der Bund als Verursacher der Verschlickung hinter Paragrafen verstecke, so Subei. Der Bund müsse für die Folgekosten aufkommen – und damit die Entwässerung und die Fischfauna in Este und Weidbek sicherstellen.




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