März 2010
Die Temperaturen gemessen um 12:00 Uhr
Durchschnitt |
7,5°C |
Hoechsttemperatur |
20°C |
Tiefsttemperatur |
-1°C |
Regentage |
6 |
Eine stumpfe Axt fällt keine Eiche
Der Frühling
Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!"
Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
"Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!"
Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
"Der Frühling, der Frühling!" - da wußt' ich genug!
Heinrich Seidel (1842-1906)
Ich traute meinen Augen nicht!
Es sitzt ein Storch auf dem Buxtehuder Storchennest.
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Jetzt muß es wirklich Frühling werden!
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Bin Fischen!
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Gefangen habe ich bis jetzt natürlich noch nichts,
aber es ist mir so manches aufgefallen! |
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Diesen "Kollegen"...
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sehe ich im Augenblick überall an der Este!
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Jede Menge Erlen sind umgefallen und ...
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... am Mühlenteich in Buxtehude hat man mal wieder aufgeräumt!
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Der Buxtehuder Storch ist tatsächlich wieder da,
sogar das Weibchen hat sich eingefunden.
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Trotz Eis und Schnee ist die Balz in vollem Gang.
Der Himmel war wirklich so blau, nicht mit Polfilter oder Photoshop nachgeholfen!
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Von wegen Frühling, fast 10 cm Neuschnee hat es gegeben!
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Aus
vom 09.03.2010
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Dr. Jörn Geßner: Die untere Oste bietet für Störe Nahrung und Lebensraum. Schmidt |
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Meeresbiologe Professor Harald Rosenthal ist Präsident der Weltgesellschaft zum Schutz der Störe (WSCS). |
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Ausgesetzte Störe wandern Oste hinab
Fischereibiologe Geßner stellt erste Ergebnisse des Versuchsbesatzes vor
Landkreis.
Das Experiment begann vor knapp einem Jahr: Gut 50 Europäische Störe setzte der Berliner Fischereibiologe Dr. Jörn Geßner mit
Unterstützung von Sportfischern in der unteren Oste aus. Erstes Fazit: "Unterhalb Bremervördes finden die Störe ausreichend
Futter und Rückzugsgebiete", so Geßner.
Die markierten Jungfische sollen erkunden, ob der Elbnebenfluss noch ein geeigneter Lebensraum für die
urtümlich erscheinenden Knochenfische ist - Voraussetzung für eine spätere Wiederansiedlung der massiv vom
Aussterben bedrohten Art.
Ob die Tiere sich auch oberhalb des Wehres Bremervörde wohl fühlen, will der Wissenschaftler in einem zweiten
Schritt erkunden. Voraussichtlich schon im Frühjahr möchte er dort weitere 50 Jungstöre in den Fluss
entlassen.
Erfolgversprechend ist das Experiment, das zunächst bis 2012 fortgesetzt werden soll, noch aus einem ganz
anderen Grund: "Die Ostepachtgemeinschaft mit 32 Angelvereinen und 7700 Mitgliedern steht voll hinter dem
Projekt", so Vorsitzender Wolfgang Schütz aus Osten. Die Angler sollen sich gewissermaßen als Forscher
beteiligen: "Wer einen Stör mit Flossenmarke fängt, sollte Nummer und Standort aufschreiben, das Tier
wiegen und vermessen, um es sofort wieder in die Freiheit zu entlassen", so Geßner. Bislang allerdings
sind keine Wiederfänge gemeldet worden, räumt der Biologe vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie
und Binnenfischerei ein. Die im vergangenen April ausgesetzten Jungstöre, sie stammen aus Züchtungen an
der französischen Gironde, dürften jetzt bereits 60 Zentimeter lang sein.
Erkenntnisse über das Verhalten der ausgesetzten Störe kommen von fünf mit Peilsendern versehenen Tieren,
die ebenfalls im Frühjahr und Sommer 2009 in der Oste ausgesetzt worden sind. Bis auf einen Kandidaten
wanderten sie stromabwärts - einer bis zum Sperrwerk bei Balje. Ein weiterer Stör bog in eine "Pütte" ab,
einen künstlichen See, der bei Deichbauarbeiten entstanden und mit der Oste verbunden ist.
Bodenproben ergaben, dass die Oste im Unterlauf "sehr verschiedene Substrate" und reichlich Nahrung in
Form von Insektenlarven, Würmern und Schnecken bietet, so Geßner. Negativ mache sich die Strömung mit zwei
Metern pro Sekunde bemerkbar, die offenbar durch die Elbvertiefung noch zugenommen habe.
Der Europäische Stör (Acipenser sturio) war noch im 19. Jahrhundert in Elbe, Eider, Stör und Oste ein
häufiger Fisch. 1892 wurden in der Elbe noch mehr als 5000 Exemplare gefangen, in der Oste etwa 100 Störe
pro Jahr. Die Wanderfische, die in Küstenmeeren leben und zum Laichen in die Flüsse aufsteigen, erlitten
aber zwischen 1890 und 1914 einen dramatischen Rückgang durch Überfischung, Wasserverschmutzung und
Absperrung der Flüsse und Nebengewässer. Auch das Wehr Bremervörde gilt als kaum überwindbares Hindernis
für Wanderfische. Der letzte Europäische Stör wurde 1986 in der Oste gefunden. Bei späteren Fängen handelte
es sich um verwandte Arten wie den Russischen Stör, die durch Menschenhand in den Fluss gelangt sind. (ccs)
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www.sturgeon.de
Wanderfische können nicht zu Laichgebieten aufsteigen
GROSSENWÖRDEN. Der Europäische Stör, zu dessen Heimat auch der Elbe- und Nordseeraum gehören, ist eine
von 27 Störarten weltweit. Die meisten sind hoch gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Größtes Problem sei
die „Fragmentierung der Gewässer“, erklärte beim „Störgipfel“ an der Oste Professor Harald Rosenthal.
Der 73-jährige Meeresbiologe ist Präsident der 2003 gegründeten WSCS (World Sturgeon Conservation Society)
mit Zentralbüro in Neu Wulmstorf.
Ursache der Fragmentierung von Flüssen und Bächen sind Schleusen und Schöpfwerke, Staustufen und Wehre. Die
Staustufe Geesthacht ist trotz eines Fischpasses für viele Arten kaum zu überwinden. Ebenso das Ostewehr bei
Bremervörde. Wanderfische wie Stör und Lachs benötigen einen barrierefreien Zugang zu ihren Laichgewässern
im Oberstrom oder kleinen Nebengewässern.
Der für April erwartete nationale Aktionsplan zum Schutz des Störs habe deshalb auch für andere
Wanderfischarten große Bedeutung, so Ralf Gros vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für
Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) in Lüneburg. Gros zählte in Großenwörden eine Vielzahl
von gesetzlichen Vorgaben und Förderprogrammen auf, die eigentlich auch Wanderfischen wie dem Stör
zugutekommen sollten. Die Wasserrahmen-Richtlinie der EU etwa fordert einen „guten ökologischen Zustand“
der Gewässer bis 2015. Gebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU als „Natura 2000“-Gebiet
gelten, sind durch die Naturschutzbehörden ebenfalls zu schützen. Aber auch Angelvereine und Gemeinden
sollten nach Gros’ Angaben aktiv werden: Zuschüsse aus europäischen Programmen, die die Länderressorts
Umwelt oder Landwirtschaft verwalten, könnten zur Verbesserung der ökologischen Situation an der Oste
angezapft werden. (ccs)
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www.wscs.info
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Dieses Bild erreichte mich!
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Jürgen Erhorn schrieb mir:
Absteiger ca 75 cm!
Es geht also noch, natürlich durfte sie weiterschwimmen!
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